Internationales Café

Das "Café International" - für alle Flüchtlinge eine Gelegenheit,

- in Dülmen anzukommen
- sich bei Kaffee und Kuchen auszutauschen
- neue Leute kennenzulernen

Ehrenamtliche versuchen bei Fragen und Problemen zu helfen oder sind auch einfach nur mal als Gesprächs- oder Spielepartner da.

 

Wo und wann?

Evangelisches Gemeindezentrum (Königswall 9)
Freitags von 15 bis 17 Uhr (außer an Feiertagen)
In dieser Zeit ist auch für die Betreuung von Kindern gesorgt.

 

(Am Freitag den 02.11.ist wegen dem Feiertag geschlossen)

Am Freitag den 07.12. sind wir für Euch da:

 Ulrike K., Ulrike W., Elisabeth

Am Freitag den 14.12. sind wir für Euch da:

 Marion., Sabine, Annegrete

An den Freitagen 21.12. und 28.12. haben wir wegen der Feiertage geschlossen. Am 04.01. geht es dann wieder ganz normal weiter.

...

 

Wer sich ehrenamtlich bei uns engagieren möchte, ist gerne eingeladen, mal auf einen Freitag reinzuschnuppern. Die Möglichkeiten, uns zu unterstützen sind vielfältig... Kuchen backen, Kaffee kochen, sich mit unseren Gästen auszutauschen oder sich einfach nur mal erkundigen, was bei uns so los ist. Jeder Helfer ist herzlich willkommen!

- Artikel in "Dülmen Live" vom November 2015 -

Café Interntional

Es ist Freitag am frühen Nachmittag. Im Gemeindezentrum der Evangelischen Kirchengemeinde am Königswall trudeln nach und noch etwa eine Handvoll Ehrenamtliche ein, einige haben frisch gebackenen Kuchen mitgebracht. Weiterer Kuchen wird aus Buldern angeliefert – Woche für Woche spendet die Bäckerei Essmann frischgebackenen Streuselkuchen. Nun werden beherzt Tische gedeckt, Kaffee gekocht und Kuchen auf Teller verteilt, denn um fünfzehn Uhr sollte alles geschafft sein: dann öffnet das Café International seine Türen für jeden, der vorbeischauen mag, am allermeisten aber für die Menschen hier in Dülmen, die ganz neu hierhergekommen sind aus anderen Ländern und anderen Kulturen, andere Sprachen sprechend.

Und dann kommen sie auch schon: neben alleinstehenden Männern kommen Familien mit größeren und kleineren Kindern – gut so: denn die Mädels aus dem Kinderbetreuungsteam stehen schon bereit, um die Kids in Empfang zu nehmen und mit ihnen, falls sie es wollen, zu Spiel und Spaß in den Kinderbereich im Untergeschoss zu gehen.

Und auch oben an den Kaffeetischen steigt jetzt so allmählich der Geräuschpegel: Es wird geredet und versucht zu verstehen – nicht immer ganz so einfach, wenn man nicht die gleiche Sprache spricht, und Englisch kann auch längst nicht jeder sprechen und verstehen. Aber jeder hat ja Hände und seine Gesichtsmimik um sich verständlich zu machen, und dann gibt es ja auch noch das Wortübersetzungsprogramm in den Smartphones - was allerdings immer wieder höchst bizarre Übersetzungsvorschläge ausspuckt, die teils für Verwirrung, teils für Erheiterung sorgen. Zum Glück gibt es ja dann auch noch Menschen vor Ort, die übersetzen. Und so findet man immer wieder zueinander. Die Stimmung ist gut, und zwischen den Ehrenamtlichen und einigen Flüchtlingen sind inzwischen gute Beziehungen, manchmal gar Freundschaften gewachsen. Vieles wird zum Thema in den Gesprächen beim Café International: Immer wieder auch das erlebte Leid und die Sorgen und Ängste, derjenigen, die ihre Heimat verlassen mussten und sich jetzt mit einem Mal ganz woanders zurecht finden müssen. Daneben wird auch viel gelacht und auch einiges geregelt, geklärt und vermittelt: Der eine braucht ein Fahrrad, der andere Unterstützung bei seinem Asylverfahren, und schon wird überlegt, geredet oder telefoniert, bis man der Lösung des Problems einen Schritt näher gekommen ist.

Gegen kurz vor fünf herrscht dann so allmählich Aufbruchstimmung: Fast alle Anwesenden packen mit an, räumen die Tische ab, stellen überzählige Stühle zurück, spülen das Geschirr, bis der Raum dann wieder in seinen ursprünglichen Zustand zurückverwandelt ist.

Der übrig gebliebene Kuchen wird nun noch verteilt, und alle machen sich wieder auf den Weg nach Hause oder dorthin, wo sie gerade untergekommen sind in der Hoffnung, hier in Deutschland, hier in Dülmen auch irgendwann einmal richtig zuhause sein zu können.